Mehr Bio in der Betriebskantine — Generali Deutschland Services auf dem Weg zu nachhaltiger Verpflegung
Veränderung beginnt selten spektakulär. Oft startet sie mit einer Inventarliste, einem Kassenbon oder der einfachen Frage: Was kaufen wir eigentlich ein?
Am Standort Hansasring in Köln stellte sich die Küche der Generali Deutschland Services genau dieser Frage. Die Küche startete in die Kantinenberatung mit dem Ziel nachhaltiger und ökologischer zu kochen, aber gleichzeitig praktikabel im Alltag.
Dass diese Umstellung gelingen kann, zeigt eine sechsmonatige Prozessbegleitung, die Speiseräume 2025 vor Ort durchgeführt hat. Der Lebensmitteleinkauf, bestehende Lieferketten, Rezepturen, Speisepläne und organisatorische Abläufe wurden systematisch ausgewertet. Ziel war es, den Status quo der Küche realistisch zu erfassen. Erst diese Bestandsaufnahme machte sichtbar, wo sich der Bio-Anteil erhöhen lässt, welche Produkte sich für eine Umstellung eignen und an welchen Stellen Prozesse angepasst werden müssen, damit ökologische Speiseplanung nicht zur Mehrbelastung wird.
Was folgte, war handwerkliche Küche.
Gemeinsam mit einem hoch engagierten Küchenteam wurden
- Rezepturen überarbeitet
- Speisepläne neu strukturiert
- geeignete Lieferanten mit passenden Bio-Sortimenten ausgewählt
Ergänzt wurde die praktische Arbeit durch Workshops, Praxistermine in der Küche und eine kontinuierliche fachliche Begleitung im laufenden Betrieb.
Der Fokus lag dabei nicht auf schnellen Effekten, sondern auf Alltagstauglichkeit. Veränderungen sollten nicht nur beschlossen, sondern dauerhaft im Küchenbetrieb verankert werden.
Ein zentrales Resultat dieser Arbeit: Die Bio-Zertifizierung der Betriebskantine am Standort Hansasring, ausgezeichnet mit dem Bronze-Siegel der zuständigen Öko-Kontrollstelle. Der Bio-Anteil der eingesetzten Lebensmittel konnte deutlich gesteigert und durch eine Liste mit Zutaten, welche zu 100% in Bio-Qualität zum Einsatz kommen, abgesichert werden.
Die Prozessbegleitung der Küche zielte bewusst darauf ab, Wissen und Werkzeuge zu hinterlassen, mit denen das Team die begonnenen Entwicklungen eigenständig weiterführen kann. Nachhaltige Betriebsgastronomie, so die Erfahrung aus Köln, entsteht nicht durch externe Vorgaben. Sie wächst dort, wo Teams befähigt werden, selbst weiterzudenken und weiterzuentwickeln.
Die Beratung am Hansasring zeigt, wie zukunftsfähige Gemeinschaftsgastronomie aussehen kann: strategisch vorbereitet, praktisch umgesetzt, gemeinsam getragen. Ohne Ideologie. Ohne Überforderung. Dafür mit klaren Strukturen und realistischen Zielen.
Oder anders gesagt: Zukunftsfähige Verpflegung muss nicht laut sein. Aber sie muss funktionieren – Tag für Tag, vom Einkauf bis zur Ausgabe.